Eine Frau korrigiert mit einem Rotstift den Text eines Manuskripts.
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So schreiben Sie stilsicher in jeder Situation

Ein guter Text geht auf Tuchfühlung mit dem Publikum, wird verstanden und bleibt im Gedächtnis haften. Tönt eigentlich ganz einfach, erweist sich in der Praxis mitunter trotzdem als schwierig. Mit etwas Übung kann jeder seine Schreibkompetenz verbessern. Halten Sie sich stets diese drei «S» vor Augen: Situation, Stil und Sorgfalt.
  • Hochwertige Texte orientieren sich konsequent am Publikum. Sie sind klar, verständlich und qualitativ top. Im Gegensatz zum gesprochenen Wort steht das geschriebene Wort für sich alleine. Texte kennen weder Mimik noch Gestik. Der Text allein muss die Feinheiten einer Aussage richtig transportieren. Was nicht Schwarz auf Weiss geschrieben steht, existiert nicht. Was nicht verstanden wird, landet im Papierkorb. Was irritiert, verärgert. Besonders heimtückisch: Die Reaktion der Leserschaft bleibt dem Schreibenden oft verborgen. Darum gilt: Orientieren Sie sich beim Texten an den drei «S».

    «S» wie Situation

    Schreiben heisst, dem Lesenden seine Gedanken mitzuteilen. Der Text muss also genau das ausdrücken, was wir sagen wollen. Damit die Punktlandung gelingt, muss zuallererst der Inhalt stimmen. Doch das reicht in der Regel nicht. Der Lesende muss den Text auch verstehen, mehr noch, sich vom Text angesprochen fühlen. Das ist einfacher, wenn der Empfänger bekannt ist. Schwierig wird es immer dann, wenn wir unser Publikum nicht kennen. Dann braucht es Einfühlungsvermögen und Sprachkompetenz. Stellen Sie sich diese Fragen, bevor Sie mit Schreiben beginnen:

    • Was ist Sinn und Zweck des Textes? Was will ich erreichen?
    • Wen will ich ansprechen (Dialoggruppen)?
    • Wie stehen wir gesellschaftlich zueinander (Rollenverteilung)? Gibt es unausgesprochene Kommunikationsregeln?
    • In welcher Lage befindet sich der Leser? Wie ist seine Befindlichkeit?
    • Interessiert sich der Leser für meinen Text?
    • Wie gross ist sein Vorwissen?
    • Wo erscheint der Text (Print, Web, Social Media etc.)?

    «S» wie Stil

    In einem nächsten Schritt müssen Sie sich Gedanken zum Stil Ihres Textes machen. Der gewählte Stil sollte zu Ihrer Branche passen. Die Webseite einer Privatbank liest sich anders als die einer Modekette. Journalisten schreiben nicht wie Wissenschaftlerinnen, der Steuerbeamte nicht wie die Bekannte von nebenan. Von flippig modern bis gediegen gesetzt - jeder Stil hat seine Berechtigung, sofern er zur Branche und Kommunikationssituation passt. Guter Stil wirkt überzeugend und anziehend. Guter Stil berücksichtigt unsichtbare, gesellschaftliche Konventionen, aber auch die Charakteristik des verwendeten Mediums. Menschen haben ein sehr feines Gespür für Stilbrüche. Falscher Stil irritiert. Guter Stil motiviert. Suchen Sie darum immer den für Ihr Unternehmen und die Kommunikationssituation angebrachten Stil.

    «S» wie Sorgfalt

    Guter Stil ist ohne Sorgfalt nicht zu haben. Sie müssen den richtigen Ton treffen, aber auch das treffende Wort wählen. Sorgfalt heisst weiter, Rechtschreibung, Grammatik und Interpunktion korrekt anzuwenden. Zudem muss der Text logisch und verständlich aufgebaut sein. Sonst macht Lesen keinen Spass. Machen Sie sich darum nicht nur Gedanken zum Inhalt, sondern auch zur logischen Abfolge. Arbeiten Sie den berühmten roten Faden heraus – und bringen Sie Ihr Anliegen prägnant und sorgfältig auf den Punkt.

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