
Mit den folgenden Regeln erhöhen Sie die Chancen, dass Ihre Medienmitteilung gelesen und aufgegriffen wird.
DER RICHTIGE AUFBAU EINER MEDIENMITTEILUNG
Medienmitteilungen folgen einer klaren journalistischen Logik: Das Wichtigste steht am Anfang, zusätzliche Informationen folgen später. Dieses Prinzip wird als «umgekehrte Pyramide» bezeichnet.
1. Aussagekräftiger Titel
Der Titel entscheidet oft darüber, ob eine Medienmitteilung überhaupt geöffnet wird.
Ein guter Titel:
Schwach:
Erfolgreiches Geschäftsjahr 2025
Besser:
Muster AG steigert Umsatz um 18 Prozent und schafft 30 neue Arbeitsplätze
2. Prägnanter Lead
Der Lead fasst die wichtigsten Informationen in zwei bis vier Sätzen zusammen.
Er beantwortet möglichst viele W-Fragen:
Medienschaffende sollten bereits nach dem Lead verstehen, worum es geht und weshalb das Thema relevant ist.
3. Haupttext
Im Haupttext folgen Hintergrundinformationen, Details und Zusammenhänge.
Wichtig:
Wird eine Medienmitteilung gekürzt, geschieht dies meist von hinten. Deshalb gehören die wichtigsten Informationen immer an den Anfang.
4. Zitate
Zitate verleihen einer Medienmitteilung Persönlichkeit und helfen, Fakten einzuordnen.
Beispiel:
«Mit dem neuen Standort schaffen wir die Voraussetzungen für weiteres Wachstum in der Region», sagt CEO Max Muster.
Ein gutes Zitat ergänzt die Fakten, statt sie zu wiederholen.
5. Kontaktangaben
Am Schluss der Medienmitteilung gehören die Kontaktdaten für Rückfragen:
Je einfacher die Kontaktaufnahme, desto besser.
SO SCHREIBEN SIE VERSTÄNDLICH UND MEDIENGERECHT
1. Kurze Sätze verwenden
Lange Satzkonstruktionen erschweren das Verständnis.
Weniger geeignet:
Im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens wurde beschlossen, verschiedene Optimierungen der internen Prozesse vorzunehmen.
Besser:
Das Unternehmen vereinfacht seine internen Prozesse.
2. Aktiv statt passiv formulieren
Aktive Formulierungen wirken direkter.
Passiv:
Die neue Produktionshalle wurde eröffnet.
Aktiv:
Die Muster AG eröffnet ihre neue Produktionshalle.
3. Verben statt Substantive
Zu viele Hauptwörter machen Texte schwerfällig.
Schwerfällig:
Die Durchführung der Einführung erfolgte nach Abschluss der Planung.
Besser:
Nach Abschluss der Planung führte das Unternehmen die Einführung durch.
4. Sachlich statt werblich schreiben
Medienmitteilungen sind keine Werbetexte. Formulieren Sie sachlich und neutral.
Vermeiden Sie Formulierungen wie:
✗ innovativ
✗ einzigartig
✗ führend
✗ revolutionär
✗ bahnbrechend
Solche Aussagen wirken glaubwürdiger, wenn sie durch Fakten belegt werden.
5. Online-Lesbarkeit berücksichtigen
Viele Medienmitteilungen werden heute zuerst online publiziert oder über digitale Kanäle verbreitet.
Deshalb empfiehlt sich:
Zusätzlich sollten Medienmitteilungen im Newsbereich der Unternehmenswebsite veröffentlicht werden.
PRAXISBEISPIEL
Weniger geeignet
Wir freuen uns sehr, mit Daniela Muster eine erfahrene und kreative Persönlichkeit für die Position der Kommunikationsleitung gewonnen zu haben. Sie bringt langjährige Erfahrung mit und passt perfekt in unser engagiertes Team.
Mediengerecht formuliert
Muster AG: Daniela Müller übernimmt Leitung Kommunikation
Daniela Müller übernimmt per 1. Juni 20xx die Leitung der Unternehmenskommunikation der Muster AG. Die diplomierte PR-Fachfrau war zuletzt als Kommunikationsverantwortliche bei der XY Holding tätig.
«Mit Daniela Müller gewinnen wir eine ausgewiesene Fachperson mit breiter Kommunikationserfahrung», sagt CEO Thomas Meier.
Warum funktioniert diese Version besser?
Fazit: Gute Medienmitteilungen machen es Redaktionen einfach
Eine erfolgreiche Medienmitteilung überzeugt durch eine klare Struktur, relevante Informationen und eine verständliche Sprache. Wer die journalistischen Grundregeln beachtet, erleichtert Medienschaffenden die Arbeit und erhöht die Chancen auf Berichterstattung deutlich.
Eine gute Medienmitteilung informiert schnell, präzise und verständlich. Sie liefert Medienschaffenden alle relevanten Informationen und erleichtert die Weiterverarbeitung.
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