
Wer eine Medienmitteilung schreibt, sollte die Bedürfnisse von Medienschaffenden kennen. Mit den folgenden zehn Tipps vermeiden Sie typische Stolpersteine und erhöhen die Chancen auf eine erfolgreiche Berichterstattung.
Fehler 1: Das Thema hat keinen Nachrichtenwert
Die wichtigste Frage lautet: Warum sollte sich jemand für dieses Thema interessieren?
Nicht jede Unternehmensmeldung ist automatisch eine Nachricht. Bevor Sie mit dem Schreiben beginnen, sollten Sie den Nachrichtenwert kritisch hinterfragen.
Besonders berichtenswert sind Themen mit:
Fehlt der Nachrichtenwert, wird auch die beste Medienmitteilung kaum Wirkung entfalten.
Fehler 2: Die Medienmitteilung klingt wie Werbung
Medienmitteilungen sind keine Werbeanzeigen. Medienschaffende interessieren sich für Fakten, Entwicklungen und Hintergründe, nicht für Eigenlob.
Weniger geeignet:
Die innovative Muster AG setzt mit ihrer zukunftsweisenden Lösung neue Massstäbe.
Besser:
Die Muster AG eröffnet in Zug einen neuen Produktionsstandort und schafft 50 Arbeitsplätze.
Je sachlicher und konkreter die Aussage, desto höher die Chance auf Berichterstattung.
Fehler 3: Titel und Lead überzeugen nicht
Titel und Lead entscheiden oft darüber, ob eine Medienmitteilung gelesen wird.
Ein guter Titel bringt die Nachricht auf den Punkt. Der Lead fasst die wichtigsten Informationen in wenigen Sätzen zusammen.
Schwach:
Erfolgreiches Geschäftsjahr 2025
Besser:
Muster AG steigert Umsatz um 18 Prozent und schafft 30 neue Arbeitsplätze
Medienschaffende sollten sofort erkennen, worum es geht und weshalb das Thema relevant ist.
Fehler 4: Die W-Fragen bleiben unbeantwortet
Wer? Was? Wann? Wo? Wie? Warum?
Diese Fragen gehören an den Anfang jeder Medienmitteilung. Medienschaffende haben weder Zeit noch Interesse, wichtige Informationen zusammenzusuchen.
Je schneller die wichtigsten Fakten ersichtlich sind, desto einfacher wird die Weiterverarbeitung.
Fehler 5: Der Textaufbau ist unnötig kompliziert
Redaktionen arbeiten unter hohem Zeitdruck. Deshalb gilt: Das Wichtigste zuerst.
Die Hauptbotschaft gehört an den Anfang, nicht an das Ende der Medienmitteilung. Zusätzliche Informationen, Hintergründe und Details folgen erst danach.
Auch gut formulierte Zitate können helfen, Aussagen einzuordnen und einer Medienmitteilung Persönlichkeit zu verleihen.
Beispiel:
«Mit dem neuen Standort schaffen wir die Voraussetzungen für weiteres Wachstum und zusätzliche Arbeitsplätze in der Region», sagt CEO Max Muster.
Wer seine Botschaft versteckt, riskiert, dass sie nie gelesen wird.
Fehler 6: Zu viele Themen in einer Medienmitteilung
Eine Medienmitteilung sollte sich auf eine Hauptbotschaft konzentrieren.
Wer gleichzeitig über ein neues Produkt, ein Jubiläum, eine Personalie und einen Nachhaltigkeitsbericht informiert, verwässert die Aussage.
Die einfache Regel lautet: Ein Thema, eine Medienmitteilung.
Fehler 7: Der Medienverteiler passt nicht zum Thema
Nicht jede Medienmitteilung ist für jedes Medium relevant.
Eine lokale Baustelle interessiert die Regionalzeitung, aber kaum ein nationales Wirtschaftsmagazin. Umgekehrt wird ein Fachmedium andere Informationen erwarten als die Lokalpresse.
Erstellen Sie zielgerichtete Medienverteiler und passen Sie Ihre Informationen an die jeweiligen Zielgruppen an.
Fehler 8: Bilder und Hintergrundinformationen fehlen
Eine Medienmitteilung allein genügt oft nicht.
Je nach Thema benötigen Medienschaffende zusätzlich:
Je einfacher Sie der Redaktion die Arbeit machen, desto höher ist die Chance auf eine Berichterstattung.
Fehler 9: Die Medienmitteilung wird unprofessionell versendet
Auch eine gute Medienmitteilung kann scheitern, wenn sie unprofessionell zugestellt wird.
Typische Fehler sind:
Versenden Sie Medienmitteilungen als gut lesbaren Mailtext und stellen Sie ergänzende Bilder oder Dokumente über Downloadlinks zur Verfügung. Das erleichtert den Medienschaffenden die Weiterverarbeitung.
Fehler 10: Die Medienmitteilung wird nicht weiterverwendet
Viele Unternehmen verschicken eine Medienmitteilung einmalig und schöpfen ihr Potenzial nicht aus.
Dabei eignet sich eine Medienmitteilung häufig auch für:
Wer Inhalte mehrfach nutzt, erhöht die Reichweite und erzielt mehr Wirkung mit demselben Aufwand.
Fazit: Gute Medienmitteilungen liefern Nachrichten statt Werbung
Erfolgreiche Medienmitteilungen sind relevant, verständlich aufgebaut und auf die Bedürfnisse von Medienschaffenden zugeschnitten. Sie liefern Fakten statt Werbeslogans, beantworten alle wichtigen Fragen und machen die Nachricht auf einen Blick verständlich.
Ebenso wichtig sind ein professioneller Versand und die gezielte Weiterverwendung der Inhalte über verschiedene Kommunikationskanäle. Wer hier keine Fehler macht, erhöht die Chancen auf Berichterstattung und stärkt gleichzeitig die Glaubwürdigkeit seines Unternehmens.
Gute Geschichten verdienen Gehör. Wir unterstützen Sie von der Themenplanung über das Schreiben bis zur Verbreitung Ihrer Medieninformationen.
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