Junge Frau mit Brille am Telefon.
Medienarbeit

10 Flops rund um Ihre Medienmitteilung

Sie wollen unnötige Fehler vermeiden und von den Medienschaffenden respektiert werden? Wir haben für Sie die typischen Stolpersteine zusammengetragen.
    • Versand von Medienmitteilungen ohne Nachrichtenwert (Newswert)
      Autsch, das tut richtig weh. Bevor Sie mit Schreiben anfangen, sollten Sie sich kritisch mit dem Nachrichtenwert Ihres Themas auseinandersetzen. Ist es relevant für die Leserschaft? Studien zum Nachrichtenwert einer Meldung zeigen, dass Journalisten folgende Merkmale für besonders berichtenswert halten: Aktualität, Neuigkeit, Nähe, Tragweite, Prominenz, Dramatik, Kuriosität, Überraschung, Konflikt, Gefühle und Fortschritt.

    • Wer? Was? Wann? Wo? Wie? Warum?
      Eine Pressemitteilung lebt von relevanten Informationen. Beantworten Sie deshalb in den ersten Zeilen die W-Fragen. Journalisten haben keine Zeit für Rätselraten. Sie werden sich auch nicht bei Ihnen melden, um fehlende Informationen abzuholen. Stattdessen landet Ihre Meldung im Papierkorb.

    • Falscher Textaufbau
      Journalisten arbeiten unter Zeitdruck und kämpfen sich täglich durch Berge von Nachrichten. Kommen Sie also rasch auf den Punkt. Auch die Aufmerksamkeitsspanne von Journalisten ist begrenzt. Wer die Hauptbotschaft ans Ende der Medienmitteilung setzt, dem ist nicht zu helfen.

    • Phrasen statt Fakten
      Schreiben Sie kurz und knapp. 300-500 Wörter genügen in der Regel. Liefern Sie Fakten und nochmals Fakten. Es geht nicht darum, Medienschaffende mit Details zuzutexten. Es reicht, wenn diese im Kern verstehen, was Ihr Thema ist.

    • Unvollständige Informationen
      Je nach Thema reicht es nicht, nur eine Pressemitteilung zu verschicken. Es braucht zusätzlich aufbereitetes Hintergrundmaterial, grafische Darstellungen oder hochwertiges Bild- und Videomaterial. Ersparen Sie Medienschaffenden mühselige Rückfragen. Geben Sie direkt unter der Meldung einen Pressekontakt an. Richten Sie zudem einen aktuellen Mediencorner auf Ihrer Website ein und informieren Sie entsprechend.

    • Äpfel und Birnen mischen
      Packen Sie nicht mehrere Themen in eine Medienmitteilung. Halten Sie sich an die Regel: Pro News-Thema eine Pressemitteilung.

    • Zielgruppen nicht beachten
      Verschicken Sie Ihre Medienmitteilung nicht wahllos an hunderte Medienadressen. Das ist unprofessionell. Redaktionen merken sich, von welchem Unternehmen sie Informationen erhalten, die überhaupt nicht zu ihrem Medium passen. Erstellen Sie stattdessen Online-Verteiler, die zu Ihrem Thema passen. Mit verschiedenen Textfassungen stellen Sie sicher, dass die Lokalpresse anders über das Thema informiert wird als beispielsweise die Fachpresse.

    • Telefonisches Nachfassen
      Im Online-Zeitalter können Sie getrost davon ausgehen, dass Ihre Online-Meldung zugestellt wurde. Verklemmen Sie sich den Griff zum Telefon um zu fragen, ob a) die Meldung angekommen ist, b) die Nachricht interessiert oder c) ob der Journalist berichten wird. Medienschaffende entscheiden in Eigenregie, ob und wann sie einen PR-Artikel aufnehmen. Ist das Thema interessant und passt es zur geplanten Ausgabe, werden sie darüber berichten.

    • Ungeschulte Mitarbeitende
      Instruieren Sie Ihre Mitarbeitenden im Umgang mit Medienschaffenden. Vermeiden Sie, dass ungeschultes Personal mit Journalisten spricht, unvollständig oder falsch informiert oder Journalisten gar auf den Folgetag vertröstet. Medienschaffende wollen kompetente Ansprechpartner, die sofort reagieren. Sie riskieren sonst eine einseitige Berichterstattung oder eben keine Berichterstattung.

    • Belegexemplare anfordern
      Nerven Sie nicht, indem Sie in den Redaktionen Belegexemplare anfordern. Es ist nicht Aufgabe der Medienschaffenden, Sie mit publizierten Artikeln zu versorgen. Das ist Ihre Aufgabe oder die Aufgabe der Agentur. Oder Sie beauftragen einen spezialisierten Medienbeobachtungsdienst.


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